DNA

Hat DNA ein Verfallsdatum?

Der Traum vieler Forscher, einen Dinosaurier zu klonen, wird nicht in Erfüllung gehen. Denn die DNA in fossilen Knochenresten ist nur begrenzt haltbar. Ein internationales Wissenschaftsteam hat herausgefunden, dass mitochondriale DNA (mtDNA) – eine spezielle DNA, die für die Atmungskette verantwortlich ist und nicht im Zellkern sitzt – mit einer Rate von 5,5 DNA-Brüchen pro einer Million Moleküle pro Jahr zerfällt. Das bedeutet: Je nachdem, unter welchen äußeren Bedingungen DNA gelagert wird, kann sie zwischen mehreren Hunderttausend bis zu eine Million Jahre später nachgewiesen werden. Nach dieser Zeit ist auch der letzte Rest Erbgut zerfallen.

Funktioniert die Genmanipulation in der eigenen Küche?

Bio-Hacking heißt der neue, alarmierende Trend, der das FBI mit wachsender Sorge erfüllt. Denn weltweit gibt es mittlerweile Hunderte von Hobby-Biologen, die von zu Hause aus ohne großen Aufwand mit Gentechnologie experimentieren, um neue Bakterien zu züchten. Schon für 3000 Dollar kann man sich sein eigenes Heimlabor einrichten. „Bakterien zu verändern war mal enorm schwierig“, sagt der Biotechniker Cathal Garvey. „Heute braucht man dafür nur Magnesiumsulfat und ein handelsübliches Abführmittel.“

Kann ich meine eigene DNA verändern?

Tagtäglich verändert sich unser Erbgut, zum Beispiel beim Sport. Schon eine kurze, intensive Bewegung kann DNA-Blockaden in den Muskelzellen lösen. Dies könnte erklären, warum regelmäßiger Sport vor Diabetes und Herz-Kreislauf-Krankheiten schützt. „Unsere Gene sind weitaus veränderlicher als bisher angenommen“, sagt Romain Barrés von der Universität Kopenhagen. Eine ähnliche Wirkung scheint Kaffee auf unsere Muskelzellen zu haben. Das anregend wirkende Koffein imitiert offenbar den beim Sport auftretenden Effekt der Muskelkontraktionen.

Kann ein Mensch mehrere DNA haben?

Mosaik-Lebewesen sind Lebewesen, die mehr als eine DNA haben. Der Fachmann spricht von chimärer DNA. Ursache dafür ist das Auftreten einer Mutation in einer Zelle während der embryonalen Entwicklung. Die Tochterzellen dieser Zellen haben dann ebenfalls das andere Erbgut, das meist eine Krankheit zur Folge hat. Je früher in der Entwicklungsphase die Mutation auftritt, desto gravierender ist die Auswirkung. Mögliche Fälle von Mosaik-Menschen sind zum Beispiel diejenigen mit Down-Syndrom.

Antwort zur Umfrage: Können Mutationen der DNA repariert werden?

Ja, in leichteren Fällen können die Zellen die Schäden wieder reparieren.

 

Bild: © psdesign1 – Fotolia.com

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