KLIMAWANDEL

Wie reagieren Tiere auf die Erderwärmung?

Neueste Beobachtungen ergaben Erstaunliches: Der Rotfuchs erobert das Territorium des Polarfuchses – mittlerweile wurde er sogar im nördlichsten Teil Alaskas gesichtet. Experten gehen davon aus, dass das Raubtier so auf den Klimawandel reagiert und seinen kleineren Verwandten verdrängen wird. Auch andere Tierarten reagieren auf die Veränderungen: Murmeltiere wachen drei Wochen früher aus dem Winterschlaf auf als vor 30 Jahren. Weil die Temperatur ein bestimmender Faktor ist, schlüpfen heute deutlich mehr weibliche Echte Karettschildkröten als männliche. Die Zahl der Rentiere wird sich in den nächsten 100 Jahren extrem verringern. Experten sagen voraus, dass sich die Größe der weltweiten Korallenriffe verdreifachen wird.

Wird es bald mehr Stürme geben?

Nein, es werden nicht mehr, dafür aber stärkere Stürme. „Die aktuellen Messdaten deuten darauf hin, dass Orkane, Hurrikane und Co. in Zukunft noch gewaltiger werden“, verkündet Frederic Laliberte; „denn unsere Atmosphäre ist wie ein Kraftwerk, das durch Wärme angetrieben wird. Doch die größeren Mengen an erhitzter Luft, die durch Erderwärmung entstehen, verteilen sich nach den Gesetzen der Thermodynamik nicht gleichmäßig. Stattdessen akkumulieren sie an bestimmten Hotspots – hier bilden sich gigantische Sturmfronten.“

Welche Nation ist der größte Klimasünder?

In Bezug auf den Kohlendioxid-Ausstoß landet China auf Platz eins. Fast 10.000 Megatonnen sind es pro Jahr. Doch tatsächlich gibt es größere Klimasünder auf der Welt: Pro Kopf gesehen führen die USA die CO2-Rangliste an, mit jährlich 16 Tonnen pro Einwohner. Auf Platz zwei landet Russland mit 13 Tonnen. In China beträgt die Menge 7,2 Tonnen und ist damit weniger als halb so groß wie in den USA. Europa folgt dicht hinter dem asiatischen Land, mit 6,8 Tonnen. Während China und die USA die höchsten Emissionen verursachen, investieren sie aber auch gleichzeitig am meisten in erneuerbare Energien.

Wo wurden aus Reisbauern Garnelenzüchter?

Für die Bewohner des Mekong-Deltas in Vietnam hätten die Überschwemmungen eine Katastrophe sein können: Seit kurzem sind große Flächen überflutet. Vorher wurde das Land für den Reisanbau verwendet. Doch 70.000 Menschen machten sich das überschwemmte Gebiet zunutze, denn im salzigen Brachwasser gedeihen besonders Garnelen und andere Krebse. Durch das Shrimp-Farming machen sie im Vergleich zu vorher deutlich größere Gewinne. Experten sehen dies als mögliches Vorbild für die Anpassung, die auch andere Länder leisten müssen, die ähnlich betroffen sein werden, etwa die Niederlande.

 

Bild: © staphy – AdobeStock.com

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