KÖRPERMYSTERIEN

Was weiß eine Träne über meinen Körper?

Sie sind eine Mischung aus Wasser, Proteinen, Mineralien, Hormonen, Antikörpern und Enzymen. Doch auch wenn sich Tränen in ihrer Zusammensetzung gleichen, ist dennoch keine Träne wie die andere. Die US-Fotografin Rose-Lynn Fisher hat sich für ein Kunstprojekt 100 getrocknete Tränen unter einem Lichtmikroskop mit bis zu 400-facher Vergrößerung angeschaut und fotografiert (Bild oben). Was sie dabei entdeckte, ist nicht weniger als eine medizinische Sensation: Je nachdem, warum wir weinen und wie eine Träne trocknet, ist sie unterschiedlich aufgebaut. Soll bedeuten: Egal, ob Trauer, Freude oder Schmerz – die individuelle Architektur unserer Tränen kann genau verraten, weshalb wir geweint haben.

Was ist ein Schlafrausch?

Es gibt Menschen, die verschlafen nicht eine halbe Stunde, sondern gleich mehrere Monate. Mediziner sprechen bei diesen Fällen vom sogenannten Kleine-Levin-Syndrom. Hin und wieder wachen die Betroffenen in dieser Zeit auf und verfallen in einen schlafwandlerischen Zustand, der über Stunden andauern kann. Die Schlafwandler irren unsicher umher, stopfen alles Essbare in sich hinein und verhalten sich zudem auch noch sexuell völlig enthemmt. Eine Behandlung gibt es nicht, denn der Auslöser für das Kleine-Levin-Syndrom ist bis heute unbekannt.

Kann mein Körper mich betrunken machen?

Matthew Hoggs lallt und kann kaum aufrecht stehen. Doch Alkohol oder Drogen hat er nicht angerührt. Wie kann das sein? Die Antwort: Hoggs leidet an dem sogenannten Eigenbrauersyndrom. Sein Dünndarm fungiert wie eine Mini-Brauerei und wandelt Kohlehydrate in Ethanol um – anders gesagt: Hoggs kann sich mit einem Stück Brot betrinken. Verantwortlich dafür sind Hefepilze. Die kommen im Darm zwar natürlich vor, werden aber üblicherweise von anderen Bakterien klein gehalten. Gerät die Darmflora jedoch aus dem Gleichgewicht, kann es zu einer Hefepilz-Invasion und ungewollten Gärungsprozessen kommen. Die genauen Ursachen für die Erkrankung konnten bis heute noch nicht abschließend geklärt werden.

Kann Kälte blind machen?

Ja! Es ist sogar sehr wahrscheinlich. Der Grund: „Wenn der Körper extremer Kälte ausgesetzt ist, ziehen sich Blutgefäße zusammen, um lebenswichtige Energie zu sparen“, erklärt der Augenarzt Dr. Rupe Hansra. Betroffen von dieser sogenannten Kreislaufzentralisation sind zuerst die engen Blutgefäße – am Ende wird nur die Blutzirkulation der Hauptadern aufrecht erhalten, die für unsere Organfunktionen unverzichtbar sind. Die Funktionen der Augen werden auf diese Weise verhältnismäßig früh abgeschaltet. Die Folge ist eine temporäre Kälte-Blindheit, die in der Regel wieder verschwindet, wenn sich der Körper aufgewärmt hat.

 

Bildquelle: © Dudarev Mikhail – fotolia.de 

Diese Website nutzt Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service bieten zu können. Näheres unter Datenschutz

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen