RAUBKATZEN

Wer macht den größten Katzensprung?

Der menschliche Weltrekord beim Hochsprung liegt derzeit bei 2,45 Metern. Ein Wert, der für einen Puma fast schon lächerlich wirkt. Die Raubkatzen können aus dem Stand bis zu 5,40 Meter hoch springen. Und auch im Weitsprung sind Raubkatzen den Menschen weit überlegen. So schafft der Schneeleopard eine Distanz von 15 Metern – mit nur einem Sprung. Die Tiere können damit das Zehnfache ihrer Körperlänge mit einem Satz zurücklegen. Von wegen also „nur einen Katzensprung entfernt“.

Kann man durch Lachen Alarm schlagen?

Die Laute der Hyänen, die wie ein menschliches Lachen klingen, haben einen ernsten Hintergrund. Wie Forscher jetzt herausfanden, wird durch die Tonlage und die Art des Lachens der soziale Status des Tieres ausgedrückt. Damit wird die Fresshierarchie geregelt, aber auch Alarm geschlagen. Wird einer Hyäne beispielsweise die Beute von Löwen weggeschnappt, kann sie Verstärkung rufen. Durch den Klang ihres „Lachens“ können andere Hyänen ihre sozialen Status erkennen und so entscheiden, ob sie ihr zu Hilfe eilen.

Wer ist der erfolgreichste Jäger?

Jede fünfte Jagd von Löwen endet erfolgreich. Bei Tigern und Leoparden schwankt die Erfolgsquote zwischen 5 und 38 Prozent. Und auch bei unserer Hauskatze endet nur jeder dritte Versuch für die Beute tödlich. All das sind Werte, über die die Schwarzfußkatze in Afrika nur müde lächeln kann. Die 40 Zentimeter große Wildkatze erlegt mit einer Quote von 60 Prozent rund 10 bis 14 Beutetiere in nur einer Nacht, darunter Vögel und Spitzmäuse. Die braucht sie allerdings auch, denn ihr täglicher Nahrungsbedarf liegt bei 250 Gramm – einem Sechstel ihres Körpergewichts.

Sind Löwenmännchen wirklich so faul?

Jahrelang ging man davon aus, dass Löwenmännchen ihre Weibchen die Arbeit machen lassen und erst nach der Treibjagd zum Fressen kommen. Wissenschaftler bewiesen jetzt jedoch das Gegenteil. Durch eine neuartige Technik der Jagdverfolgung fanden sie heraus, dass die Männchen ebenfalls auf die Jagd gehen. Anders als die Weibchen, die die Beute im Rudel jagen und einkesseln, sind Löwenmännchen allein unterwegs. Sie verstecken sich im Dickicht und nutzen den Hinterhalt.
Das Bild vom Löwenmännchen als faulenzendem Pascha ist daher ein Mythos.

 

Bildquelle: © photohunter – AdobeStock.com

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